Das einstige Leben der Indianer

Das Leben der nordamerikanischen Indianerstämme hat sich in manchen Reservaten bis heute nicht wesentlich verändert. Der Großteil der Indianer lebt jedoch innerhalb unserer zivilisierten Welt und hat sich diesem Leben weitgehend angepasst. Bevor die Weißen Nordamerika eroberten, lebten die Indianer in friedlichem Einklang mit der Natur. Jagd und Religion gehörten zu ihrem Alltag.

Der Alltag

Das alltägliche Leben der Indianer war vor allem durch die Jagd, das Sammeln von Beeren und Früchten sowie das Fischen geprägt. Bei der Jagd spezialisierten sich die meisten Indianer auf das Jagen von Tieren mit Fell. Dazu gehörten besonders die Bisons und Büffel, aber auch Bären und Kaninchen. Im Gegensatz zu den weißen Einwanderern hatten es die Indianer jedoch nicht nur auf das Fell der Tiere abgesehen, sondern verwendeten alle Teile des erlegten Wilds. Somit wurde der Tierbestand in den Indianerreservaten auch nicht gefährdet. Daneben beschäftigte man sich mit Reparaturarbeiten an den Zelten, der Kleidung und den Waffen.

Die Familie

Die Familie spielte auch bei den Indianern stets eine große Rolle. Jedem Familienmitglied wurden bestimmte Aufgaben zugewiesen. Die Männer gingen häufig auf die Jagd, während die Frauen Pflanzen sammelten und die Kinder versorgten. Aber auch die heranwachsenden Kinder mussten bereits zahlreiche Aufgaben übernehmen. Sie wurden vor allem für kleinere Arbeiten herangezogen oder mussten durch Zuschauen lernen.

Kunsthandwerk

Die Indianer beschäftigten sich jedoch auch mit dem Kunsthandwerk. Es wurden sowohl Gebrauchs- als auch Ziergegenstände aus Holz, Sand, Muscheln oder Ton angefertigt. Auch das Töpfern und das Korbflechten waren den Indianern bereits bekannt. In mühevoller Handarbeit wurden Behälter für Lebensmittel hergestellt. Auch Kleidungsstücke fertigten die Indianer selbst an. Sie verwendeten dafür hauptsächlich Felle von Tieren oder Leder. Verziert wurden die Kleidungsstücke meist mithilfe von Stachelschweinborsten. Diese wurden in Wasser gelegt, danach gepresst und eingefärbt. Ein einziges Stachelschwein lieferte dabei bis zu 30.000 Borsten. Später benutze man auch Perlen, um Textilien damit zu schmücken.